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Reisen

 

Ankunft auf Sizilien

Seeigelsnack
Nahe Acireale
Nach der Ankunft in Catania und der problemlosen Übernahme unseres Autos ging es in ein Hotel im Raum Acireale. Nach einem Bummel durch den sehr kleinen ruhigen Ort ließen wir uns in einer der dort ansässigen Fischküchen am Abend bekochen. Die Fische wurden direkt von der Bucht in das Restaurant gebracht, frischer geht es kaum.  Ein etwas gewöhnungsbedürftiges Essen war dann Seeigel. Andere Länder, andere Sitten halt.

 

 

Etna und Taormina

Das griechische Theater in Taormina
Blick auf Naxos
Nahe dem Gipfel des Etna
Der erste Tag stand unter dem Zeichen der Etnaerkundung und der Besichtigung Taormines. Der letzte kleinere Ausbruch des Etna ist auf den 20. Februar 2013 datiert. Bei uns war alles easy, das einzige , was wir sahen, war eine müde Fumarole. Hephaistos mit seinen Kyklopen schmiedete also relativ ruhig vor sich hin.

Erst im September wurden allerdings für einige Gebiete der Kraterregion Lebensgefahrbereiche ausgewiesen. Obwohl es zu Explosionen und pyroklastischen Ausbrüchen kommen kann, ist dies eigentlich nicht das Hauptproblem, da hier auf dem Etna fast gar nichts passiert. Allerdings sind Gewitter, Hagel, Nebel und vor allem Erdrutsche häufige Ursachen für Unfälle. Gerade bei Gewitter gibt es kaum Möglichkeiten sich zu schützen.Man sollte die Besteigung also mit Bedacht angehen lassen.

Taormina war im Anschluss das Ziel unseres Nachmittagsausfluges. Die Stadt hat eine wechselvolle Geschichte und war bedeutend solange sie an der Straße Messina Syrakus lag. Vor allem römische und byzantinische Bauten bestimmen das Bild. Heute ist Taormina als Touristenzentrum vor allem durch das griechische Theater bekannt, von welchem man eine hervorragende Aussicht auf die Bucht von Naxos hat.

Syrakus und Noto                                                                                                      

Der Dom von Syrakus
Die Fonta Aretusa
Kastell Maniace

Cicero beschrieb unser heutiges Ziel nicht ohne Grund als die schönste aller griechichen Städte. Vor allem die Altstadt Ortigia ist einfach beeindruckend. Archimedes werkelte hier bevor er von den Römern 212 v. Chr. umgebracht wurde. Nach Arabern und Byzantiner waren die Staufer Machthaber. Friedrich der Zweite, König von Sizilien, später Kaiser von Deutschland und auch König von Jerusalem überwarf sich mit dem Papst und war Zeit seines Lebens Reformator und Kämpfer. Nach seinem Tod brach eine eher unrühmliche Zeit für das deutsch - römische Reich an.

Das Kastell Maniace diente dem Schutz des Hafens von Syrakus und war lange Zeit unter den Staufern auch Königspalast. Erst in jüngerer Zeit wurden militärische Sperrgebiete aufgehoben, so dass eine Besichtung der Festung nun möglich ist. Neben Eidechsen war vor allem die Aussicht auf die Bucht beeindruckend.

Ebenso hat die Fonta Aretusa hat eine starke Bedeutung für die Stadt. Die Süßwasserquelle war überlebenswichtig bei Belagerungen. Das Wasser fließt untermeerisch unter dem Hafenbecken hindurch und wurde zu Archimedes Zeiten im Kampf gegen die Römer gebraucht. Nahe der Stadt befindet sich das zweite griechische Theater zu dem wir ebenso einen Abstacher machten. Interessant ist hier die kostenfrei zu besichtigende Arena der Gladiatoren, das Theater selbst hat einen ähnlichen Aufbau wie das in Taormina.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Noto, der Stadt, welche 1693 durch ein Erdbeben komplett zerstört wurde. Der Neuaufbau erfolgte im sizilianischen Barock und ermöglichte der Stadt die Zugehörigkeit zum UNESCO Weltkulturerbe. Typische Merkmale sind schmiedeeiserne Balkone oder gewölbte Fassaden wie bei der Quattro Canti in Palermo.

Piazza Amerina und Agrigent

In der Nähe von Agrigent
Der Cocordiatempel
Piazza Amerina

In der Nacht hatte es stark geregnet, so dass unser Hotelbach ein kleiner Strom wurde. Aber es hieß aufbrechen, es lagen 335 km vor uns. Ziel war ein Hotel im Raum Selinunt. Wie sich herausstellte war es die beeindruckenste Unterkunft auf unserer Reise. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Piazza Amerina, um die Bodenmosaiken zu bestaunen und kurz in Agrigent. Unser Navi fand den Zielort nicht. Wie sich später herausstellte wurden Straßennamen umbenannt, wovon nur wenige wussten. Im vierten Jahrhundert der römischen Kaiserzeit gelangten die römischen Adligen auf Sizilien zu einem gewissen Wohlstand. Ursache hierfür war wahrscheinlich der Getreidehandel mit Nordafrika. Viele Schiffe hielten in Sizilien bevor die Ladung nach Rom weiterverschifft wurde. Ausdruck dieses Reichtums waren Villen, wie die Villa Romana del Casale, in welcher die Räume durchweg mit Mosaiken ausgestaltet sind.
Weiter ging es nach Agrigent, wo wir auf Grund unseres Naviproblems aber nur relativ kurz waren. Der Aufenthalt beschränkte sich im Wesentlichen auf eine Wanderung zwischen Heratempel und Concordiatempel. Der Abschluss des Tages fand dann typisch italienisch bei Rotwein und Oliven statt

Von Selinunt nach Cefalu

Die Heimat des Paten, Corleone
In der Weinstadt Marsala
Tempel bei Selinunt

Auch der heutige Tag war stark autolastig. Insgesamt ging es von Selinunt über Marsala nach Cefalu (ca. 235 km). Am Morgen stand die Besichtigung griechischer Tempel an. Diese bestanden als Bündnispartner Karthagos bis zu den Punischen Kriegen, dann war Schnitt, Erdbeben taten ein Übriges. Im Anschluss an einen interessanten Rundgang ging es in die Weinstadt Marsala, wo wir allerdings nur kurz stoppten. Die Idee im Anschluss Corleone aufzusuchen, die bekannteste Stadt Siziliens, wenn man an Mafia und den Film "Der Pate" denkt, kam dann eher kurzfristig und führte uns abseits der Touristenrouten ins Landesinnere. Ein etwas zwiespältiges Gefühl beschlich uns irgendwie schon, allerdings konnten die Bedenken weitgehend durch einen netten Eisverkäufer und die tolle Landschaft zerschlagen werden. Der Abend wurde in Cefalu beschlossen, vor allem die Restaurants in der Altstadt sind zu empfehlen.

Palermo und Monreale

Der Dom von Palermo
In den Straßen der Stadt
Quattro Canti

Palermo ist mit einer Einwohnerzahl um die 650 000 Tausend Einwohner das Zentrum Siziliens. Wir schauten uns die Altstadt vom Quattro Canti aus an. Alle wesentlichen Straßen der Stadt laufen hier zusammen, so dass dieser Punkt im Umkehrschluss ein idealer Startpunkt für Besichtigungen ist. Unsere Besichtigung hatte eher den Charakter japanischer Besuche, langer Weg - many sigths. Nach einer gemütlichen Mittagspause fing es stark an zu regnen, zu viel für die Stadt Palermo. Unser VW tauchte bis zum Motor ins Wasserr, so dass wir mit Mühe und Not rauskamen und Monreale erreichten, den zweiten Teil unseres Tagestrips. Höhepunkt des Ausflugs war der Dom vom Palermo. Im Inneren des Doms liegen die Särge der Staufer, die man dort gegen einen gewissen Obolus besichtigen kann. Darüber hinaus hängt dort das Bild von Don Pino Puglisi. Der Priester wurde mittlerweile heilig gesprochen nachdem er wegen seines Kampfes gegen die Mafia von der Cosa Nostra hingerichtet wurde.

 

 

 

 

 

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